CMS – Was ist das, Was kann das?

Um ein Content Management System kommt man heute kaum herum. Mit einem Content Management System wie z. B. WordPress können die Inhalte einer Webseite ohne besondere Vorkenntnisse schnell verwaltet werden.

Worauf muss ich als Website-Betreiber bei der Wahl eines CMS achten? Wie finde ich das passende und wo liegen die Unterschiede der verschiedenen CMS?

Christine Anwander – Medienfachwirtin und Agentur Inhaberin – gibt im Interview einen Überblick über die wichtigsten Fakten zum Thema Content Management Systeme.

 

Was ist überhaupt ein CMS?

Christine Anwander: „CMS, oder auch “Content-Managment-Systeme” wie TYPO3, Joomla!, Drupal oder WordPress, werden für die Erstellung und Verwaltung von Webseiteninhalten verwendet. Diese Lösungen werden meist als Open-Source-Versionen (kostenlos) angeboten. Zudem kann man kostenlose oder kostenpflichtige Erweiterungen (Extensions) für die verschiedensten Zwecke erwerben.“

 

Warum wird ein CMS benötigt und was leistet es?

Christine Anwander: „Eine Website ist ein laufender Prozess: Suchmaschinen wollen ständig mit neuen, interessanten Inhalten »gefüttert« werden. Bei der Platzierung einer Webseite ordnet Google die Reihenfolge unter anderem danach, wie hochwertig und wie aktuell der Inhalt ist.

Mithilfe eines CMS halten Sie Ihre Website unkompliziert auf dem aktuellsten Stand: Über eine einfach bedienbare Benutzeroberfläche lässt sich der Content (Bild, Text und Videomaterial) mit geringem Zeit- und Kostenaufwand verwalten und inhaltlich neu aufbereiten.

Regelmäßige Updates sind allerdings sehr wichtig – lässt man sie außen vor, ist es nur eine Frage der Zeit, von Hackern aufgespürt und angegriffen zu werden. Das kann in der schnelllebigen Internetzeit schon nach einem Jahr der Fall sein. Deshalb meine Empfehlung: Führen Sie
Updates immer gleich durch, auch wenn das bedeutet, die Website mehrmals im Jahr aktualisieren zu müssen.“

 

Welche konkreten Vorteile hat eine Website mit CMS?

Christine Anwander: „Bei einem CMS werden Inhalt und Layout getrennt. So ist eine einfache Bearbeitung der Webseite mithilfe eines Editors möglich.

Via Login kann die Webseite von jedem Computer mit Internetzugang und Browser bearbeitet werden. Zudem lassen sich den Redakteuren verschiedene Bearbeitungsrechte zuweisen – so können Benutzer zum Beispiel nur einen Teil der Website bearbeiten.

Ein weiterer Vorteil ist die langfristige Kostensenkung: Indem sich vieles, die Website betreffend, schnell selbständig erledigen lässt, sparen Nutzer merklich Kosten ein.“

 

Wo liegen die Unterschiede der CMS?

Christine Anwander: „Zur Zeit ist WordPress, eines der am häufigsten verwendeten Content-Management-Systeme. Aktuell nutzen rund 60 Prozent aller Webseiten, die auf einem CMS basieren, WordPress. Viele davon werden von kleinen und mittelgroßen Unternehmen betrieben.

Diesen Marktanteil sichert sich WordPress durch seine benutzerfreundliche Bedienbarkeit.

Sowohl WordPress als auch Typo3 bringen alle Voraussetzungen mit, um eine ansprechende Website auf die Beine zu stellen. Es stellt sich jedoch die Frage, welche Anforderungen das CMS erfüllen muss.

WordPress wurde anfänglich als Blogging-System entwickelt und versteht sich vordergründig auch als solches. In den letzten Jahren hat sich WordPress aber auch zu einem gut strukturierten Content-Management-System entwickelt und dient als gute Lösung für Webseiten mit weniger umfangreicher Seitenstruktur.

Typo3 plaziert sich, von Grund auf entworfen für umfangreiche Projekte, als CMS für große Enterprise-Webseiten. Da Typo3 als vielseitiges CMS entwickelt wurde, ist es vorrangig im Bereich der Enterprise-Webseiten eingesetzt. Viele große Unternehmen setzten auf die Möglichkeit eines redaktionellen Workflows und der umfangreichen Schnittstellen zur Erweiterung. Das Backend von Typo3 bietet auf übersichtliche Weise viele Informationen und kann auf die individuellen Bedürfnisse der Anwender angepasst werden.“

CMS_Vergleich

Fazit

„Die Entscheidung, welches System das Richtige ist, muss für jedes Projekt individuell getroffen werden. Webseiten die vorwiegend News und Informationen zur Verfügung stellen möchten, und mit kleinerem Budget auskommen müssen, sind mit WordPress gut bedient. Für die Umsetzung einer großen Enterprise-Website, die vor allem im redaktionelle Workflow umfassende Einstellungsmöglichkeiten benötigt und auch anspruchsvolle Funktionen abdecken muss, ist Typo3 langfristig die richtige Wahl.“

Sie haben weitere Fragen zum Thema? Unsere Medieninformatikerin Christine Anwander hilft Ihnen gerne weiter.

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Veröffentlicht am 24.05.2018